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Geschichte des Klosters in Schinna

Das Benediktiner Kloster Schinna wurde 1148 durch Graf Wilbrand von Hallermund, dem Gründer des Klosters Loccum, gestiftet.

 

Bischof Heinrich von Minden bestätigte das Kloster noch im selben Jahr und ernannte einen aus St. Michael in Hildesheim stammenden Mönch zum ersten Abt.

 

Die Weihe erfolgte 1153; zu diesem Zeitpunkt werden demnach wesentliche Gebäude für eine klösterliche Nutzung bestanden haben.

 

1466 schloß sich das Kloster der Bursfelder Kongregation an.

 

Nach 1518 betrieb Graf Erich von Hoya die Auflösung des Klosters; so wurde zum Beispiel ein Verbot der Aufnahme von Novizen erlassen.

 

Nach dem Tod des letzten Abtes wurde die Umwidmung des Klosters vorangetrieben und 1542 mit der Ernennung des ersten lutherischen Pfarrers die Reformation in Schinna endgültig durchgesetzt.

 

Die Umwandlung des Klosters in eine Domäne erfolgte jedoch erst 1876.

 

Der erhaltene Baubestand des ehemaligen Klosters besteht aus vier Gebäuden:

Dem Abthaus, dem westlichen und südlichen Flügel der Konventgebäude und der nördlich des Klosterhofes stehenden Fachwerkkirche.

 

Südlich schließen sich die Gebäude der Domäne an.

Der Bestand stammt aus der Zeit von der Mitte des 19. bis zum ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

 

Die Gebäude des Kloster- und Domänenbereiches in Schinna stellen eines der bedeutendsten Baudenkmale der Region dar.

 

 

Kloster Siegel

Das alte Klostersiegel

Die Umschrift lautet

SIGILUM CONVENTUS SANCTI VITI IN SCHINNA